Presse B96, Pressespiegel

MAZ: Konzertierte Aktion für weniger Lärm

Die Bürgerinitiative „B 96 raus“ und der Arbeitskreis „Lebendiges Fürstenberg“ fordern in einem Papier Sofortmaßnahmen, um die Verkehrsbelastung in den Ortschaften zu reduzieren Von Stefan Blumberg

Fürstenberg. Langfristig setzen sie unterschiedliche Prioritäten, um zum gleichen Ziel zu kommen, kurzfristig ziehen sie an einem Strang: Die Bürgerinitiative „B 96 raus“ und der „Arbeitskreis Lebendiges Fürstenberg“ haben einen gemeinsamen Forderungskatalog mit vier Sofortmaßnahmen zur Reduzierung der Verkehrsbelastung in den Ortschaften der B 96 zwischen Neubrandenburg und Oranienburg aufgestellt. „Wir setzen uns gemeinsam dafür ein, dass kurzfristig und ohne viel Aufwand ein geringeres Verkehrsaufkommen und damit weniger Lärm und Abgase für die Anwohner der B 96 erreicht werden können“, heißt es in dem Forderungskatalog, welches Bernhard Hoffmann für den Arbeitskreis und Gerd Palm für die Bürgerinitiative unterschrieben haben.

Ziel ist es, den Verkehr anders zu lenken – unabhängig von der zukünftigen Ausgestaltung der B 96. Das sind die Forderungen an die Verkehrsbehörden:
1. die Verlegung der Europastraße E  251 von der B 96 auf die A 20/A 11
2. die Einführung einer Lkw-Maut auf der gesamten B 96 zwischen Berlin und Neubrandenburg. Die Lkw-Maut auf Bundesstraßen sollte deutlich höher sein als die auf Bundesautobahnen.
3. Tempo 30 auf der B 96 in allen Ortschaften zwischen den Ortsschildern zwischen Neubrandenburg und Nassenheide
4. ein Nachtfahrverbot auf der B 96 für Lkw im Durchgangsverkehr über 7,5 t zwischen 22 und 6 Uhr.

Der Arbeitskreis und die BI untermauern ihre Forderungen. So sei die Verbindung von Berlin zur Ostsee (Stralsund) laut Google Maps  über  die  Autobahnen 11 und 20 in einer 30 Minuten kürzeren Zeit zu bewältigen als über die B 96 (Oranienburg-Fürstenberg-Neustrelitz-Neubrandenburg…). Dazu müsse die Europastraße 251 von der B 96 auf die Autobahnen verlegt werden,  was schon mit der Veränderung der Beschriftung getan sei. Die Lkw-Maut auf allen Bundesstraßen kommt ab 1. Juli 2018. Nur sei die Höhe noch nicht festgelegt. Hier solle, so steht es in dem Papier, eine deutlich höhere Maut für die Nutzung von Bundesstraßen verlangt werden als auf Autobahnen. Aktuelle Orientierung: 14 Cent je Kilometer auf Autobahnen, 29 Cent für mautpflichtige Bundesstraßen und 34 Cent für sonstige Bundesstraßen. Der Bundestag möge, so die Empfehlung, unterschiedliche Mautsätze beschließen. Auch der Wunsch nach Tempo 30 und dem Nachtfahrverbot basiert auf Verordnungen, Entscheidungen und Gesetzen.